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Olivensorten


Olivenöl, weiß jeder, ist einer der Pfeiler der gesunden mediterranen Ernährung. Doch jetzt tritt auch die Wissenschaft den Beweis an: Die Dieta mediterranea Obst und Gemüse, Getreide - und Milchprodukte, Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte sowie vor allem Olivenöl - reduziert das schlechte Cholesterin und senkt zu hohen Blutdruck. Erstmals wird ein klinischer Versuch durchgeführt, um die Effektivität von nativem Olivenöl extra bei der Prävention gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten zu beweisen. Verantwortlich für die gesundheitsfördernde Wirkung des Olivenöls ist sein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren: schlechtes Cholesterin wird abgebaut und die Neubildung von gutem Cholesterin unterstützt. Es ist aber auch reich an Vitaminen wie A, D, K und hat sehr viel Vitamin E und Polyphenole, die als Fänger von so genannten freien Radikalen gelten.

Die führenden Olivensorten

Ø _Picual_ , Spaniens Olivensorte Nummer eins. Geschmack bitter bis frisch und süßlich. Geeignet für Fleisch, Gemüse, Salate und Gazpacho.

Ø _Hojiblanca_ , sehr aromatische Olive. Duftet nach frisch geschnittenem Gras und Mandeln. Geeignet für Gebratenes und Gedünstetes oder auch für die Herstellung von Backwaren.

Ø _Cornicabra_ , fruchtig und leicht süß mit einer zartbitteren Note. Für Dressings, Fleisch, Fisch oder Mayonnaise.

Ø _Lechin de Sevilla_ , würzig mit leicht bitterem Unterton und einem Nachgeschmack von Mandeln. Für Marinaden, Gebratenes und Suespeisen geeignet.

Ø _Picudo_ , blumiges, fruchtiges Aroma. Passt gut zu Salaten, leichten Gemüsegerichten, kalten Platten oder in Backwaren.

Ø _Arbequina_ , angenehm schmeckendes Öl, geeignet für Gemüse, Meeresfrüchte, Fisch.

Ø _Empeltre_, schwach fruchtig, süßlich, weder bitter noch pikant. Geeignet für Marinaden, Dressings, Mayonnaise

Ø _Verdial_ , fruchtig frisches Öl, weder bitter noch pikant. Geeignet für kalte Platten und Salate.

Unterschieden wird vornehmlich in 4 Kategorien zwischen Säuregrad und Geschmackseigenschaften:

Aceite de Oliva virgen extra-natives Olivenöl extra

Naturbelassenes Olivenöl, welches in Geschmack und Aroma ausgezeichnet sein muss, der Säuregehalt darf 1 Prozent nicht übersteigen.

Aceite de Oliva virgen-natives Olivenöl

Hohe Geschmacksanforderungen, die Säure darf allerdings bis zu 2 Prozent betragen.

Aceite de Oliva

Verschnitt aus raffiniertem und nativem Oliveöl. Säuregrad etwa 1 Prozent. Einfaches Olivenöl, besitzt weniger Vitamine und Antioxidantien.

Aceite de orujo de Oliva-Oliventresteröl


Verschnitt aus raffiniertem Oliventresteröl und nativem Olivenöl, damit es überhaupt für den Konsum geeignet ist.

Olivenöl kann süß, kräftig, parfümiert oder fruchtig sein. Welches einem letztendlich zusagt, kann nur durch ausgiebiges Probieren herausgefunden werden.

Denominaciones De Origen:

Viele native Olivenöle der Klasse extra sind durch eine Denomination de Origen geschützt, d.h. der ganze Prozess vom Olivenanbau bis zur Herstellung des Öls wird kontrolliert. Zurzeit existieren 21 solcher D.O.s in Spanien, in Andalusien sind dies: Montes de Granada, Poniente de Granada, Antequera (Málaga), Baena (Cordoba), Priego de Cordoba, Campiñas de Jaen, Sierra de Cazorla, Sierra de Segura und Sierra Magina (alle Jaen).

Naturprodukt Olivenöl

Oliven werden grün, violett oder schwarz geerntet, je nach gewünschtem Reifegrad. Die ersten sind Tafeloliven, die auch mit Mandeln, Sardelle, Paprika gefüllt konserviert werden. Die Ernte der grünen Oliven beginnt teilweise schon im September. Ihre Konsistenz ist fest, und sie sehen makellos aus. Doch für den Verzehr müssen die Früchte zuerst speziellbehandelt werden, damit sie ihre Bitterstoffe verlieren. Schwarze Oliven holt man vom Baum, kurz bevor sie ihre volle Reife erreicht haben.

Die Ernte von Oliven kann auf verschiedene Weise erfolgen. Am weitesten verbreitet ist der ¨ordeño¨, das Pflücken mit der Hand. Oder man benutzt lange Stangen und schlägt die Früchte in unter dem Baum ausgebreitete Netze. Das nennt sich ¨vareo¨. Große Anpflanzungen rückt man mit einer Rüttelmaschine zu Leibe.

Der Olivenbaum wurde wahrscheinlich vor rund 5000 Jahren zum ersten Mal in Kleinasien kultiviert. Von Syrien breitete er sich bis Griechenland aus und von dort über den gesamten Mittelmeerraum. Denn der bot und bietet dem Olivenbaum mit viel Sonnenschein und massigen Regenfällen beste Bedingungen. Seine Früchte und der aus ihnen gewonnene Saft waren bald fundamentaler Bestandteil der Ernaehrung der Menschen. Und zudem nutzte man das Öl auch für kosmetische oder medizinische Zwecke, um die Flamme einer Lampe zu nähren oder einfach, um den Göttern zu huldigen.

Nach Spanien kam der Olivenbaum mit den Phöniziern, aber erst während der römischen Besatzung erlebte er seine Blütezeit. Später gaben die Araber neue Impulse - im Al - Andalus des 12. Jahrhunderts war die Olive besonders in Cordoba, Sevilla, und Jaen weit verbreitet.

Die Mauren verbesserten nicht nur die Techniken zur Kultivierung und Bewässerung des Olivenbaums oder zur Herstellung von Olivenöl, sie errichteten auch Produktionsstätten für Tonkrüge zu dessen Aufbewahrung. Heute ist der Olivenbaum zwar auf dem ganzen Planeten verbreitet, doch noch immer konzentriert sich der größte Bestand am Mittelmeer.

Hunderte von Jahren alt kann ein Olivenbaum werden, doch seine beste Zeit hat er mit 20 oder 30 Jahren, dann trägt er die meisten Früchte - von denen es etwa 260 verschiedene Arten allein in Spanien gibt. Bemerkenswert ist hier der außergewöhnliche Reichtum an wohlschmeckenden Olivensorten, weshalb Spaniens Stellung auf dem Weltmarkt als wichtigster Olivenölproduzent und - Exporteur nicht verwundert.



Und hier kommt der ultimative Gesundheitstip:

Trinken Sie täglich ein Glas mit dem Saft von

1 bis 2 Zitronen,

1 bis 2 ausgepressten oder klein gehackten Knoblauchzehen

4 bis 5 Esslöffeln Kaltgepresstem Olivenöl virgen extra.

Das ist sicher einer der Gründe, warum die Andalusier im Durchschnitt 10 Jahre älter werden als der Rest Europas !!!
 

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